
Cooles Geschwätze
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Ich habe die Domaine meinem unveröffentlichten Buch "Cooles Geschwätze" gewidmet. Das tat ich deshalb, weil die von mir angeschriebenen drei "Seriösen Verlage" offensichtlich nicht in der Lage sind, sich zu einem 500-seitigen Werk eines Mannes aus Ostdeutschland, der es überdies gewagt hat, diesen Erstling im hohen Alter geschrieben zu haben, wenigstens zu äußern. Die Bezahlverlage hingegen waren von dem Werk begeistert und belegten mich mit den freundlichsten Einschätzungen und Perspektiven, wenn ich nur bereit wäre, ihnen mit etwa 5000 Euro unter die Arme zu greifen.
Das Motto meines Romans "Cooles Geschwätze:
Weise Menschen sind selten! Nur das Nötigste zu wollen ist ihr Hoheitszeichen. Zusammenhänge sind ihnen wichtiger als Fakten. Ihre Lieblingstiere sind die Stacheltiere. Sie sind schweigsam. Gerne allein, doch niemals einsam. Sie schreiben keine Bücher. Man bestreitet gerne, stets unter befreiendem Aufatmen, ihre zeitgenössische Existenz.
Klugscheißer hingegen kennt jeder. Alles, was sie können und wissen, muss an die Öffentlichkeit: nachdrücklich, auffällig, raumgreifend! Sie okkupieren und strapazieren das Ohr der Zeit. Sie lärmen wie die Abraumbagger in der Lausitz. Ihre Bibel hieß bis vor kurzem Brockhaus. Jetzt heißt sie Chat-JPT. Nun bekommt es neurotische Züge.

Mein Lesetisch. Das bisher einzige Exemplar meines Romans "Cooles Geschwätze" liegt dazwischen, weil ich ständig an seiner Beendigung herumbastle

Ein Bekenntnis
...Ich habe meinen Heiland. Einen Heiland, den sonst Niemand hat. Erst Paulus war es, der von „Fels“ und „Kirche“ sprach. Nein, mein Heiland gehört keiner Konfession! Er ist mein Vermittler, als Menschensohn und als Gottessohn. Er ist mein Übersetzer und meine Relaisstation zwischen dem Transzendenten und dem Realen, zwischen Physik und Metaphysik…
Auszug aus Cooles Geschwätze:
…Doch wer kann wohl den Schöpfer verneinen, wenn er aus dem Zellsubstrat nach der Polymerasekettenreaktion an einem Glasstab über 50 Millionen DNA Stränge herauszieht und sie im Labor Licht glitzern sieht? Wer kann wohl den Schöpfer verneinen, wenn er die Paarung der Grunion im Golf von Mexiko, am Cabrillo Beach gesehen hat? Wer kann wohl den Schöpfer verneinen, wenn ihm sein Gewissen die einzig auf seine Person zugeschnittene Fassung des moralischen Gesetzes offenbart?...
…Ich will hinaus aus der niemals standgehaltenen Verantwortlichkeit und mich in meinem Gemüt verbergen. Mich braucht es nicht. Ja, ich löse mich auf im Wesen meines Gemütes. Gemüt ist das Gemütliche, wie Feuerbach meint. Es ist gemütlicher zu leiden, als zu handeln, gemütlicher durch Christus befreit zu werden, als sich selbst zu befreien, gemütlicher zu lieben als zu streben, gemütlicher sich von Christus geliebt zu fühlen, als sich selber zu lieben…
Metaphysik ist eine Spekulation über nicht Erkennbares außerhalb aller Sinnlichkeit und Kognition. Und was ist sie für mich? Jedenfalls keine Hilfe. Verhallen die Gebete in der Singularität? Jede Konfession ist ein Glasperlenspiel mit dem Göttlichen, das blutiger Ernst werden kann. Mein konfessionsgereinigter und so befreiter Heiland spricht nur mit mir. Ich habe keine Schuld mehr, wenn etwas Dummes geschieht. Viel zu lange schon drückte mich die Verantwortung für beinahe jede Untat der Menschheit gegen den heiligen Geist. Nun weiß ich, dass der sich nach Gottes Tod zum Gott der Philosophen gewandelt hat. Zum Hegelschen Weltgeist, zum unbewegten Beweger...
Cooles Geschwätze ist ab sofort unter ISBN 9783--565603-38-1 bei epubli.com/shop.de oder über jeden anderen Vertrieb erhältlich. Geben sie bei Epubli den Titelnamen "Cooles Geschwätze" ein und drücken dann auf das Cover. Die Auslieferung mit Rechnungslegung erfolgt dann etwa 8 Tage später. Dies trifft für alle meine Titel gleichermaßen zu.(unter Beachtung der jeweils angegeben ISBN)
"Als ahntest du bereits, wie spät es ist..." kann ab sofort unter ISBN 9783--565610-30-31 bei epubli.com/shop.de oder über jeden anderen Vertrieb bestellt werden. Geben sie bei Epubli den Titelnamen "Als ahntest du bereits, wie spät es ist" ein und drücken dann auf das Cover. Die Auslieferung mit Rechnungslegung erfolgt dann etwa 8 Tage später. Dies trifft für alle meine Titel gleichermaßen zu.(unter Beachtung der jeweils angegeben ISBN)
Aktuelles zum Vertrauen
Das moralische Defizit der Eliten, der Grad an Lüge, Korruption, Gier nach Reichtum, insbesondere die Hybris der Milliardäre und Multimillionäre, solcher, wie Trump, Putin…Spahn - es tastet die Würde der Täter wie der Opfer nicht nur an, sondern entkernt die sie tragende Moral und somit deren regulative Wirkungskraft in der Gesellschaft.
Obgleich Vertrauen und Achtung des Lebens zu den wichtigsten Kategorien der Ethik gehören, wird über Spahns Verhalten beinahe ausschließlich machtpolitisch gewettert. Diese Affäre zeigt jedoch vorrangig Missachtung moralischer Werte, resultierend aus der Ansicht des Zeitgeistes, dass die Ethik mehr störe als helfen könne. Die Wissenschaft von der Moral - sie wird heute mehr denn je gesellschaftlich ignoriert, aktuell als "Moralinspender" verunglimpft, von "Sachzwängen" gefesselt, von Kommissionen und Räten interessengeleitet überwacht. Ihres diskursiven Obdaches beraubt, werden ihre beeindruckendsten Erkenntnisse als nicht mehr praktikabel ignoriert. So wird Moral vorrangig als ein philosophischer und kulturell geprägter Begriff angesehen, welcher allgemeine Wertvorstellungen beschreibe und daher nicht zwingend verbindlich sein könne. Es wäre jedoch unmöglich, sie als naturgesetzlich zwingende Maxime jeglichen Handelns zu setzen, wie es Kant kategorisch fordert.
Das ist meines Erachtens nicht nur unmoralisch, sondern verkennt zudem die Dialektik zwischen Moral und Würde. Wie alles hat auch die Moral Substanz und Akzidenz; ihr Substanzielles ist das kantsche Gute als Solches, ihr Akzidentielles die Erscheinung des Guten im Handeln.
Das Gute an sich besitzt jeder Mensch, wie weit er es mit seinen Taten tut, kennzeichnet wesentlich seine Würde. In einer vom Finanzkapitalismus geprägten Gesellschaft sind jedoch die Freiheitsgrade eines Menschen wesentlich vom Umfang seines Geldbeutels abhängig. Seine Kaufkraft begrenzt folglich, inwieweit er würdig behandelt und würdig handeln kann. Brechts "Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral" bringt es dialektisch auf den Punkt.
Im Grundgesetz wird die Würde zum Rechtsbegriff verkürzt und kann so als "Unantastbar" gesetzt werden. Dies missachtet die Gottebenbildlichkeit des Menschen und erlaubt es, Zustände zu sanktionieren, in denen unwürdige Armut und unwürdige Verschwendung im Schatten der gebetsmühlenartig strapazierten "Unantastbarkeit" ihr Unwesen verfassungsgeschützt betreiben können. Das verletzt und verspielt meines Erachtens die Würde des Menschen täglich und millionenfach.
Kein "Cooles Geschwätze" der Politiker, keine Demagogie der Konfessionen und keine Verführung des Marktes zu Leichtfertigkeit und Unvernunft wird jedoch auf Dauer die Evidenz der Sittlichkeit übertönen können. Die Befragung des Gewissens nach dem Guten einer Tat, vor und während des Tuns, findet unabhängig vom persönliche Wollen in Jedem jederzeit statt. Haben wir den Mut, diesen Dialog wieder lautzustellen, so, dass er vom Lärm der Zeit nicht verschluckt werden kann. Ich sehe einzig in einer Renaissance der Ethik jene Kraft, die unserem Dasein auf dem Planeten im besten Falle eine Zukunft gibt. Oder aber, wenn wir ihn weiterhin verhackstücken, uns zumindest ein würdiges Ende verspricht.
In das Grundgesetz sollten wir unter Artikel 1 schreiben: Das Recht auf Würde ist unantastbar!


