Mein "Bisher" - ganz kurz...
In Oberschreibehau, heute das polnische Szklarska Poreba, wurde ich 1944 geboren. 1964 erwarb ich die Hochschulreife nahm im selben Jahr ein Studium der Landwirtschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin auf und wurde 1969 Diplom-Landwirt. 1976 promovierte ich zum Dr. agr.; 1984 habilitierte ich zum Dr. sc. agr.; Von 1987 bis 1992 übernahm ich im Forschungszentrum für Bodenfruchtbarkeit der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR das Fachgebiet Ökologie als wissenschaftlicher Abteilungsleiter. Nach Arbeitslosigkeit und Umschulung zum Fachjournalisten arbeitete ich 1999 als Schulleiter und Lehrer für Biologie, Geschichte und Politische Bildung. In dieser Zeit hatte ich einen Lehrauftrag für die Vorlesungsreihe „Molekulargenetik“ an der Fachhochschule Wildau. Von 2009 bis 2011 war ich Gasthörer der Kulturwissenschaften an der Europa-Universität Frankfurt (Oder). Ich begann schriftstellerisch zu arbeiten, betätigte mich als Dozent im Rahmen der Urania und gehörte einem Redaktionsteam an. Ich schrieb diverse Artikel, veröffentlichte im Eigenverlag mehrere Gedichtbände sowie Kurzgeschichten und Romane.
Peter Marchand
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Es gäbe weit attraktivere Fotos von mir - sagen die Einen. Mag sein! Eine Andere hat, als sie es sah, ausgerufen: Das bist Du wirklich!
Entschluss
Als alter Mann fehlt mir viel an Kraft und auch vom Willen, der gebraucht wird, um mich mit einer Website an die Öffentlichkeit zu wagen. Schon das Design der Seite, dieses ganze Gefummel mit dem Cursor, den Button und Formularen – zittrige Hände verweigern sich noch strenger, als der müde Kopf. Ich tue es dennoch und muss mich sehr anstrengen. Weshalb?
Die Anhäufung enormer Reichtümer und damit von Macht in den Händen weniger Milliardäre, was unweigerlich die Würde aller anderen antastet, zwingt mich, literarisch auf dieses Verhängnis zu reagieren.
Ich bin vor Jahrzehnten aus Verdruss über mein gewendetes Vaterland in den vorzeitigen Ruhestand getreten. Man hat mich nicht vermisst. Starke Menschen mit geeignetem Charakter aus mittleren Positionen sind vom Westen hergekommen und haben mich ersetzt. Anfänglich wollte ich in bescheidener Position mittun, sah die Möglichkeit einer sozialökologisch orientierten Marktwirtschaft als für die Erde und die Menschheit gerade noch erträgliche Domestizierung des Kapitalismus. Nun zerstören seine Apologeten in ihrer grenzenlosen Hybris die ökologischen und sozialen Fundamente des lebendigen Planeten und nehmen schon den nächsten mit gleicher Gier in ihren Fokus. Verantwortlichkeit, Demut, Bescheidenheit, Verzicht, - die besten Kardinaltugenden - werden als moralinsauer verunglimpft. Die Fetische „Wachstum“ und „Profit“ umtanzt man hingegen tabulos.
Ich stelle mich auf die Seite derjenigen, die nach gangbaren Wegen suchen, den zur Katastrophe strebenden Zeitgeist zu reformieren. Als einen praktikablen Ansatz dafür, was jeder tun könnte, sehe ich die alltägliche, vernunftgeleitete, deutlich sichtbare Beschränkung des persönlichen Konsums.
Allerdings will ich Niemanden dazu animieren, es mir gleichzutun. Shoppen ist für Viele ein Ventil und verheißt Glück und Freude.
"In der Beschränkung liegt der Meister"! Ein Wort Goethes, welches für mich nicht nur dem Künstler, sondern auch dem Konsumenten etwas sagen sollte. Das Erringen dieser Meisterschaft erfordert viel Einsicht. Einfaches Nachahmen hilft nicht. Es braucht Persönlichkeit und Würde.
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Oliver Hartman